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Weintipp No.15

29.04.2011

Argentinien – Malbec, was sonst?

Obwohl Argentinien die fünftgrößte Weinproduktion der Welt sein eigen nennt, sind argentinische Weine meiner Meinung nach noch viel zu selten in Deutschland anzutreffen. Meistens begegnet mir der argentinische Wein im Zug, im Speisewagen der Deutschen Bahn zu einem leider recht hohen Preis, von der Finca Vollmer – einem richtig umtriebigen Winzer, der ursprünglich aus der Pfalz stammt, und auch ein Weingut in Argentinien betreibt.
Zur Grillsaison passt excellent der 2001er Malbec Alhué von der Finca Alma in Mendoza. Der in dichtem Schwarzrot funkelnde Wein begeistert mit seiner kraftvollen, konzentrierten Art. Er duftet wie frischer Thymian, Eukalyptus und dunkle Beeren. Im Geschmack behält er diese Aromen und zeigt eine hohe Intensität. Wenn man Weine aus Argentinien oder dem benachbarten Chile das erste Mal trinkt, muss man mit dem dortigen Weinstil vielleicht erst etwas warm werden. Die kräftigen Eukalyptusaromen sind schließlich in unseren deutschen Weinen völlig unbekannt. Hat man sich aber mal in diese Weine hinein getrunken, bekommt man regelmäßig Heißhunger darauf.
Mit dem vorherrschenden Wüstenklima in Argentinien kommen vor allem die roten Rebsorten sehr gut zurecht. Neben der heimischen Bonarda Rebe (meist für einfache Weine verwendet), sowie Cabernet Sauvignon, Syrah, Tempranillo und anderen ist der eigentliche Star wohl der Malbec. Die französische Rebsorte – aus dem Cahors stammend, die man auch heute noch in zahlreichen Bordeauxweinen antrifft – hat sich über lange Jahre als die Profilrebsorte für Argentinien entwickelt.

Zu beziehen bei gourmandino.de
unter Telefon 089 / 14903039.

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