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Weintipp No. 30

15.06.2012

Ein Wein fürs Sommerwetter!

Selbst wenn Sie nicht gerade am Ufer des Bodensees sitzen, und die kleinen weißen Segelschiffe ziehen vorüber, ist ein guter Rosé unschlagbar! Es ist ja witzig, dass Weingeschmack so stimmungsabhängig ist. Bei herrlichem Sommerwetter – auf der Terrasse- schmecken die rosa schimmernden Weine grandios gut. So geht es auch mit dem 2011er Hagnauer Burgstall Rosé trocken vom Winzerverein Hagnau. Er schimmert in einem kräftigen Lachsrosé und duftet super fruchtig – an Erdbeeren und Mandarinen erinnernd. Seine dezente Säure verleiht ihm eine angenehme Frische. Er ist ein absoluter Allrounder und verkörpert einen modernen und internationalen Stil. Es ist vor allem die Handschrift des noch jungen Kellermeisters Jochen Sahler. Der gebürtige Überlinger sammelte Erfahrungen im Nappa Valley und später in Durbach. (Als Gegenstück gibt es dort auch noch den klassischen deutschen Weißherbst).
Hagnau kann gleich mit mehreren Superlativen aufweisen: 1881 gegründet gilt sie als die älteste Genossenschaft Badens. Mit einer 155 ha großen Rebfläche, präsentiert sich Hagnau als der größte Genossenschaftliche Betrieb am Bodensee. Sympathisch finde ich auch, dass sie schon seit 1993 kontrolliert umweltschonenden Weinbau betreiben. Was heute als selbstverständlich gilt, war vor knapp zwanzig Jahren schon noch wegweisend.
In der Region gibt es die höchstgelegenen Rebberge Deutschlands und teilweise wird auch von den „Voralpenweinen“ gesprochen. Die Hagnauer Reben liegen zwischen 400 und 450 m über NN. Die Faszination liegt darin, dass der See sich wie ein Spiegel auswirkt und somit die Sonnenenergie in die Rebberge strahlt. Zudem werden die Reben auch immer wieder von den Föhnwinden verwöhnt.
Mein Tipp: legen Sie gleich mehrere Falschen von dem Rosé kalt…

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