Wie ich zur Texterin für Wein-Themen wurde - von Johanna Wies

Wein hat in meinem Leben keine große Rolle gespielt – bis ich auf Natalie Lumpp traf. Ich interviewte sie für einen Fachverlag in der Lebensmittelbranche. Seitdem dreht sich mein Leben um Wein.


Natalie Lumpp hat ihre Weinreise direkt zu Beginn ihrer Karriere begonnen, ich meine erst nach verschiedenen beruflichen Stationen vor drei Jahren. Ursprünglich im nachhaltigen Tourismus tätig, habe ich mich mehr und mehr der Kommunikation zugewandt, was mich schließlich zu einem Fachverlag für die Lebensmittelbranche führte. Dort wurde mir das Thema Wein & Sekt zugeteilt – was für ein Glück!
Das Thema faszinierte mich sofort: die riesige Vielfalt der Aromen, die persönlichen Geschichten der Winzer und Winzerinnen und auch die Anpassungen der Branche an den Klimawandel – es gibt so viel zu entdecken und es hört nie auf.


Vor zwei Jahren führte ich ein Interview mit Natalie Lumpp über Weintrends, und ihre Leidenschaft für Wein sprang auf mich über. Letztes Jahr machte ich mich als freie Journalistin und Texterin mit Schwerpunkt auf Food, Wein und Nachhaltigkeit selbstständig – Wein ist und bleibt mein Herzensthema. Denn guter Wein braucht gute Texte. Weil ihn dann noch mehr Menschen genießen können. Interviews und Weinmessen erweiterten mein Wissen, aber ich wollte mehr: mehr über Wein wissen, mehr verstehen. Mein Feuer war entfacht.


Meine Reise zu mehr Weinwissen begann beim Deutschen Weininstitut (DWI) in Bodenheim bei Mainz. Mit den Seminaren „Anerkannte Beraterin für Deutschen Wein“ und „Sensorik als Sprachrohr“, geleitet von der Sommelière Verena Herzog, tauchte ich ein in die Welt der deutschen Weine und der Vielfalt der Sensorik. Wusstet Ihr zum Beispiel, dass der europäische Aal einen einzigen Tropfen Parfüm auf der dreifachen Fläche des Bodensees riechen kann? Damit ist er das Lebewesen mit dem besten Geruchssinn.


Das DWI bietet vielfältige Kurse (https://www.deutscheweine.de/seminare-events) für Fachpublikum und private Weingenießer. Dazu zählen auch die kostenlose Online-Seminare „WeinEntdeckerWissen“, die live oder auf YouTube verfügbar sind. Die Kommunikation, die Seminarführung und das gesamte Angebot des DWI begeistern mich wirklich sehr.


Dieses Jahr startete ich mit dem Programm des Wine & Spirit Education Trust (WSET), dem weltweit führenden Anbieter von Qualifikationen in den Bereichen Wein-, Spirituosen- und Sake. Auf Empfehlung entschied ich mich für die Vinophilium Wine Academy (https://vinophilium-wineacademy.de) in Stuttgart, die von Diana und Dietmar Maisenhölder geleitet wird. Auch hier: ein Volltreffer! Im Seminarraum über der Stuttgarter Weinmanufaktur tauchte ich Ende Januar beim WSET für Weine Level 1 ein in die internationale Weinwelt. Dabei wurde meine Vorliebe für Süßweine noch stärker, besonders Sauternes und Tokaji Aszú haben es mir angetan.


Im April und Mai folgten das WSET für Weine Level 2 und ein Lehrgang zur Assistant Sommelière. Die herzliche Betreuung, die professionelle Wissensvermittlung, gepaart mit interessanten Anekdoten und Spitzenweinen zur Verkostung, machten die Seminare zu einem wertvollen Erlebnis.


Wie geht es weiter? Zuerst möchte ich mein Wissen aus dem WSET-2-Seminar vertiefen. Ende Juni geht es auf eine Pressereise des DWI Ende zu den Trendthemen alkoholfreie Weine und Piwis. Im Oktober steht ein Presseseminar beim DWI an, gefolgt von den Seminaren „Weindiskurs 1 – Terroir & Tradition“ und „Weindiskurs 2 – Herausforderungen der Zukunft“ im November. Zudem will ich praktische Erfahrung sammeln, Weingüter besuchen und dort mitarbeiten. Das WSET für Weine Level 3 wartet schon auf mich, aber es muss sich noch etwas gedulden.


Ich freue mich sehr, dass Natalie jetzt meine Patin in dem Netzwerk Vinissima Wein & Frau ist. Und darauf, sie bei meinem ersten Netzwerktreffen endlich persönlich kennenzulernen.


Und wie genau ist Natalie Lumpp in die Welt des Weins eingestiegen? Das könnt Ihr auf meinem Blog lesen – Natalie hat es mir für meinen ersten Beitrag verraten.


Link zum Blog von Johanna Wies